Moderne Hörgeräte umschmeicheln nicht nur die Ohren, sondern auch die Augen ihres Betrachters. Denn die Design-Modelle der führenden Markenhersteller werden nicht nur immer kleiner, sondern sind auch in einer großen Auswahl an natürlichen und zum Teil extravaganten Farben lieferbar.
In den gängigsten Bauformen, hinter dem Ohr (HdO) und im Ohr (IdO), passen sie sich auf Wunsch der Kunden äußerst dezent und für umstehende Personen nahezu unsichtbar an die Silhouette ihres Trägers an.
Die Zeiten, in denen sich Hörgeräteträger mit der auffallenden Optik ihrer meist fleischfarbenen, fingergroßen Apparate abfinden mussten, sind längst vorbei. Denn in den letzten Jahren hat nicht nur der technologische Fortschritt zu einem enormen Aufschwung auf dem Hörgerätemarkt geführt. Auch die farbliche Gestaltung ist in den Blickpunkt der herstellenden Unternehmen geraten und hat das innovative und moderne Image digitaler Hörgeräte noch weiter gestärkt.
Selbstbewusste Farbwahl
Auf dem deutschen Hörgerätemarkt sind mehr als 1.000 Modelle verschiedener Produzenten erhältlich. Je nach Bauart (HdO, IdO) wird jedes davon in einer eigenen Farbpalette angeboten. Für den Kunden ergeben sich auf diese Weise äußerst vielseitige Kombinationsmöglichkeiten.
Diese sind allerdings auch zunehmend gewünscht, denn Hörgeräteträger werden im Durchschnitt nicht nur immer jünger, sondern auch zunehmend selbstbewusster in der Auswahl ihrer Hörgeräte. Statt möglichst unauffällige Farben zu wählen, die dem Teint ihrer Haut oder dem Haarfarbton entsprechen, bevorzugen sie extravagante Designs. Edle Farben und auffällige Zierden sind klare Signale an das Auge des Betrachters.
Auffallen um jeden Preis
Einer der Ersten unter den führenden Herstellern, der diesen Trend erkannt und entsprechende Produkte in sein Portfolio integriert hat, ist der dänische Hörgeräteproduzent Widex.
Wie der Name der Produktfamilie Passion (Leidenschaft) bereits verrät, sollen die Sondermodelle der Rubriken Women’s World und Men’s World nicht allein den Gehörsinn ihres Trägers ansprechen. Trotz funkelnder, kristallbesetzter Bedienelementen für die Damenwelt und männlich markanten Designs für die Herren bestechen beide Sondereditionen aber vor allem durch ihre extravagante Farbgebung.
Dezent statt auffallend
Ein Hersteller, der ebenso wie Widex dem Thema Farbwahl und –design große Bedeutung beimisst, ist das deutsche Unternehmen Hansaton. Unter dem Konzeptnamen Style werden hier jedoch vor allem Farboptionen beworben, die die Hörgeräte noch dezenter vor den Blicken Außenstehender verbergen.
Durch eine spezielle 2-Farb-Lackierung wirkt der Minischlauch, die Verbindung zwischen Gehäuse und Hörer, den Herstellerangaben zufolge schlanker als bei anderen Mini-Hörsystemen. Auch lässt sich bei der besonders kleinen Bauart Slim von Hansaton das Gehäuse in nur wenigen Handgriffen von einem Hörgeräteakustiker wechseln. Das jeweilige Hörsystem ist auf diese Weise äußerst flexibel an die Haut- oder Haarfarbe seines Trägers anpassbar.
Hersteller bringen Farbe in die Branche
Die vorangestellten Beispiele stehen exemplarisch für die Vielfalt an Designs und attraktiven Farbkonzepten, mit denen die Hersteller den individuellen Wünschen der Nutzer ihrer Produkte Rechnung tragen.
Denn auch andere große Marktteilnehmer wie Oticon, Phonak, ReSound, Unitron und Bernafon messen der persönlichkeits-gerechten Farbgestaltung ihrer modernen digitalen Ido- und HdO-Hörgeräte ebenso höchste Bedeutung bei.
Dennoch: Der Erfahrung nach ist der überwiegende Teil der Hörgeräteträger auch weiterhin eher traditionell in der Farbauswahl für das eigene Hörsystem. Schwarz, grau, braun sowie Kupfer- und Quarztöne werden vom Groß der Kunden am häufigsten gewünscht.


